Presseberichte zur Kinsteerer Kerb 2013

Die „roten“ Kinsteerer Kerweborsch haben für dieses Jahr einige Neuerungen geplant. Foto: Vollformat / Volker Dziemballa

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tradition mit einigen Neuerungen

07.10.2013 - RÜSSELSHEIM

Von Natalia Schmidt

 

KERB „Rote Kerweborsch“ in Vorbereitung auf „Kinsteerer Kerb“ ab 19. Oktober / Rockabend statt Gala-Abend zur Nachkerb

 

Einige Änderungen bei der traditionsreichsten Kerb im Kreis haben die 22 Kerweborsch der „Roten“ in diesem Jahr beschlossen. „Es wird an der Nachkerb am 26. Oktober dieses Mal keinen Gala-Abend geben“, so der noch amtierende Kerwevadder Kai Trautwein. „Wir wollen mit einem Rockabend ein jüngeres Publikum ansprechen.“ Dazu sollen auch der Zweireiher und das Abendkleid dem „LBA“ (leichter Bieranzug) weichen. Der Nachkerwesamstag wird musikalisch in diesem Jahr erstmalig von den „Daddy Longlegs“ begleitet, die schon beim Feuerwehrfest für gute Stimmung sorgten. Unverzichtbare Höhepunkte werden die Tombola und die Watzversteigerung sein. Alle Veranstaltungen finden im „Kaisersaal“ statt.

 

Besonders freuen sich die Kerweborsch nach dem Baumaufstellen gegen 13 Uhr auf den mitternächtlichen Kerwegag, der am Samstag, 19. Oktober, aufgeführt wird. „Über das Motto wollen wir noch nichts sagen“, erklärte Pressewart Philipp Hummel. „Nur so viel: Die Jungs werden wieder tanzen!“ Bis zum Auftritt gegen 23.30 Uhr wird die Band „Inspirit“ für Unterhaltung und gute Laune sorgen. Anlässlich dieses Abends möchten die Gäste bitte in Gala erscheinen. Für den Umzug am Sonntag, 20. Oktober, ab 14 Uhr wünschen sich die Jungs eigentlich nur gutes Wetter. Über die Teilnahme der Gruppen könnten sie noch nicht ausführlich berichten, wüssten aber, dass in diesem Jahr die Schauspieler der Theatergruppe der „Königstädter Hofkonzerte“ mitlaufen. „Wir haben die Theatergruppe bei ihren Aufführungen unterstützt, deshalb freuen wir uns, dass sie bei unserem Umzug dabei sind“, so Hummel.

 

Meldungen und Informationen anlässlich des Kerwepreisskats am Freitag, 25. Oktober, um 18 Uhr im Pavillon der Gerhart-Hauptmann-Schule gibt es bei Hans Walter, 0 61 42 / 3 36 09. Aufgrund der zurückgehenden Resonanz bittet der Gesangverein Frohsinn um rege Teilnahme, da ansonsten das Angebot nicht mehr aufrechterhalten würde. Teilnehmen kann jeder, der die Regeln des Skats beherrscht.

 

Ein Opfer der Zeit wurde der Brauch der Kerweborsch, vor der Kerb im Einkaufszentrum selbst gemachten Zwiebelkuchen zu verteilen. „Es ist mit Arbeit verbunden und die Leute nehmen es nicht an. Wir nehmen mittlerweile sowieso andere Möglichkeiten der Werbung wahr“, so die geschlossene Meinung.

Auch der Montag, 21. Oktober, steht ganz im Zeichen der Königstädter Kerb, wenn die örtlichen Gaststätten zum Frühschoppen rufen. Weitere Informationen auf www.kinsteerer-kerweborsch.de.

 

KERWEBORSCH
Kai Trautwein, Benjamin Schmidt, Tobias Paegelow, Tobias Stephan, Florian Küchler, Colin Wacker, Kevin Wacker, Niklas Schmidt, Partrick Pötschick, Markus Meereis, Marius Krey, Stefan Fischer, Philipp Hummel, Carlo Osterod, Kevin Reichmann, Sandro Reichmann, Karsten Giesa, Marius Mischlich, Simon Stephan

Neu dabei: Marc Gottschalk, Janik Schwedler, Lukas Kämmerer
 
Quelle: www.main-spitze.de
Traditionspflege: Die Kinsteerer Kerweborsch sind auch in diesem Jahr bestens aufgestellt. Foto: E
Traditionspflege: Die Kinsteerer Kerweborsch sind auch in diesem Jahr bestens aufgestellt. Foto: E

Im leichten Bieranzug den Saal rocken

Kerb – „Rote“ Kerweborsch aus Königstädten stehen in den Startlöchern – Umzug am Sonntag nach Kerwe-Gottesdienst

 

Mit 22 Mitstreitern sind die „Kinsteerer Kerweborsch“ bei der diesjährigen Kerb in Königstädten bestens aufgestellt. Drei Füchse, also Kerweborsch im Ausbildungsjahr, sind dabei, und Tobias Stephan und Kevin Wacker feiern in diesem Jahr zum zehnten Mal als aktive Kerweborsch mit.

 

Vom Bieranstich bis zum Frühschoppen bei der Feuerwehr – auch in diesem Jahr werden in Königstädten die Traditionen rund um die Kirchweih gepflegt. Jedoch nicht ohne kleine Neuheiten. Statt des Galaabends am zweiten Wochenende steht der Abend unter dem Motto „Rock den Saal“. Gefeiert wird im „LBA“ erklärt der amtierende Kerwevadder Kai Trautwein. LBA steht für „Leichter Bieranzug“ und meint eine etwas lässigere Gewandung als bei der Gala.

 

Nach dem Baumschlagen ist Kerwetanz

 

 

Los geht die Königstädter Kerb am 18. Oktober (Freitag) mit Bieranstich und Saufmaschinenwettbewerb im Kaisersaal. Veranstalter ist „Krone“-Pächter Guido Hinderkircher, der, wie üblich, ein Fass Freibier spendiert. Am Samstag (19.) wird nach frühmorgendlichem Ausflug in den Wald zum Baumschlagen um 13 Uhr der Kerwebaum auf dem Bismarckplatz aufgestellt. Ab 20 Uhr laden die „Roten“ zum Kerwetanz mit Mitternachtsshow und Livemusik ein. Mit „Inspirit“ sorgt eine neue Band für die Tanzbegleitung. Der Eintritt kostet sieben Euro.

Nach dem Kerwegottesdienst in der evangelischen Kirche am Sonntag (20.) um 10 Uhr beginnt um 14 Uhr der Kerweumzug auf dem Bismarckplatz, wo auch der Kerwespruch des aktuellen Jahres vom neuen Kerwevadder, der am Vorabend ausgerufen wurde, vorgelesen wird. Für die Teilnahme beim Zug durch die Straßen Königstädtens haben bereits viele Teilnehmer zugesagt. Es ist sogar von einem Bären die Rede, der dabei sein soll. Der Sonntag klingt mit einem Kerwedämmerschoppen im Kaisersaal aus, der um 17 Uhr beginnt. Am Kerwemontag (21.) spielen die „Schlawiner“ ab 10 Uhr zum Frühschoppen im Kaisersaal auf, bevor die Kerb in einen kurzen Dornröschenschlaf fällt, bis es am darauf folgenden Samstag (26.) weiter geht. Zuvor sind jedoch Freunde des Skats aufgerufen für Freitag (25.): Um 18 Uhr beginnt das traditionelle Kerwepreisskat im Vereinspavillon des Gesangvereins „Frohsinn“ an der Gerhart-Hauptmann-Schule. Anmeldungen sind bei Hans Walter telefonisch unter 33609 erbeten.

 

Keine Gala, aber noch ein „Rock den Saal“ mit der Band „Daddy Longlegs“ und einer großen Tombola erwartet die Kerwe-Gäste am Samstag (26.) ab 20 Uhr im Kaisersaal. Der Eintritt zu diesem Musikereignis kostet sieben Euro.

 

Beendet wird die diesjährige Kerb dann am Sonntag (27.) mit einem zünftigen Frühschoppen ab 10.30 Uhr bei der Königstädter Feuerwehr.

Quelle: www.echo-online.de

Rüsselsheim: Königstädten feiert Kerb - "Rotes"-Zentrum ist traditionell der Kaisersaal

20.10.2013 - RÜSSELSHEIM

Von Lena Onderka

 


„Wem ist die Kerb? Unser!“ Diesen Spruch hörten Kerbebesucher in Königstädten am Wochenende immer wieder. Die „Roten“ feierten wie immer im Kaisersaal, wo am Samstagabend auch „Kerwevadder“ Niklas Schmidt offiziell vorgestellt wurde. Nachdem 22 Kerweborsch feierlich in den „Kaisersaal“ einmarschiert waren, beglückten sie ihre zahlreichen Gäste mit Begrüßungsgesängen. Die Hintergrundmusik dazu kam von der Band „Inspirit“, die später noch mit Volks- und Kerbemusik zum Tanz aufspielte. Auch die Gäste wurden einbezogen und schunkelten kräftig mit.

 

Bei der Mitternachtsshow führten die „Kinsteerer Kerweborsch“ verschiedene Gruppentänze auf und nahmen dabei die Kollegen aus Nauheim auf die Schippe – allerdings nur, um den „Nachbarverein“ zu necken, und nicht, um ihn zu verärgern, stellte Niklas Schmidt klar.

 

Bieranstich und Saufmaschinenwettbewerb

 

Doch die Kerb begann für die „Roten“ nicht erst mit den Aktivitäten am Samstagabend. Am Freitagabend gingen sie bereits gemeinsam essen und liefen danach singend durch Königstädten, bevor sie im „Kaisersaal“ einmarschierten. Zudem gab es am ersten Abend Bieranstich und Saufmaschinenwettbewerb.

 

Doch auch wer lange gefeiert hat, musste am nächsten Morgen wieder früh raus. Um 6 Uhr wurde der Kerwebaum aus dem Königstädter Wald geholt. Mit Hilfe eines Krans und der Feuerwehr wurde der eineinhalb Tonnen schwere Baum dann in den für ihn vorgesehenen Ständer gestellt. Dort schmückt er nun den Kerbeplatz.

 

Atmosphäre war entspannt und gemütlich

 

Auf dem Bismarckplatz findet man dieses Jahr unter anderem eine Imbissbude, Süßigkeitenstände, einen Schießstand, ein Kettenkarussell und drei Attraktionen für Kinder. Wer durstig war, konnte am Weinausschank des Gesangvereins „Frohsinn“ einen guten Tropfen genießen. Allgemein war die Atmosphäre entspannt und gemütlich. Viele Gäste ließen sich dort zum Essen nieder. Am Sonntag fand der traditionelle Kerweumzug statt, bei dem in diesem Jahr sechs auswärtige Kerweborschgruppen mitliefen. Lustig waren zwölf mitgeschobene Rollatoren, die zum Grill oder zur Bar umgebaut worden waren.

 

Kerwevadder Niklas Schmidt fand man auf einer Kutsche wieder, während er den Kerwespruch vortrug. Darin kritisierte er teilweise die Politiker der Stadt: „So werd nooch un nooch jetzt alles gekappt, was des scheene Kinsteere an Scharm hott gehabbt.“ Trotzdem ging es vor allem um Spaß haben und trinken. „Drum Kellner schenkt die Gläser voll Woi, Kinsteerer Kerb soll unser soi.“

 

Quelle: www.main-spitze.de

Kerb hat Sparpolitik der Stadt im Visier

Umzug – Kerwevadder Niklas Schmidt schlägt in seiner Kerweredd auch kritische Töne an – Zwölf Zugnummern

Von Susanne Rapp 20. Oktober 2013

 

Kerbeumzug: Hare und Bär von der Theatergruppe der Königstädter Hofkonzerte marschierten am Sonntag beim Zug mit. Foto: Susanne Rapp
Kerbeumzug: Hare und Bär von der Theatergruppe der Königstädter Hofkonzerte marschierten am Sonntag beim Zug mit. Foto: Susanne Rapp
Kein Glück mit dem Wetter hatten die Kinsteerer Kerweborsch am Sonntag. Als der Kerweumzug sich formierte, um durch den Ort zu ziehen, regnete es. Am Vortag hatte noch strahlender Sonnenschein die Königstädter in Scharen auf den Kerweplatz gelockt.
 

Mit zwölf Zugnummern ist der Umzug neben dem in Trebur mit Abstand der größte, berichtete am Sonntag der Pressesprecher der Kerweborsch, Philipp Hummel. Neben den Schwarzbachtrommlern, der Schauspieltruppe der Königstädter Hofkonzerte und dem Blasorchester der SKV Nauheim beteiligten sich Kerweborsch aus Groß-Gerau, Raunheim, Nauheim, Trebur, Haßloch, Bauschheim und Gräfenhausen.

 

Zum ersten Mal seit Jahren konnten die Grünen der Kerwegemeinschaft des SV Alemannia nicht am Zug teilnehmen. Als Grund nannten die Borsch mit den grünen Kappen die Entscheidung des Vereinsvorstandes, zwei Wochen vor der Kerb die Rolle, die auf dem Vereinsgelände geparkt war, zu Kleinholz verarbeiten zu lassen. Damit fehlte der fahrbare Untersatz und ein Stück Kerbetradition. Denn die Grünen bildeten in den vergangenen Jahren stets den krönenden Abschluss des Zuges mit dem Verteilen von jeder Menge Kamellen. Nicht lumpen ließen sich zwei Grünen-Exborsch, die dann doch am Zugende die Fahne schwenkten.

 

Auch im Kerwespruch, den Kerwevadder Niklas Schmidt verlas, kamen die Grünen vor, von denen es nur noch ganz wenige gibt. Da heißt es: „Dann misse mer widder es Lästern erweitern, als 'Feindbild' dun baal widder Naumer erheitern.“ Womit dem ewigen Streit zwischen den Borsch aus Kinsteere und Naum wieder Tür und Tor geöffnet wären.

 

Neben vielen Vereinsjubiläen und gefährlich scharfer Paprika thematisierte der Kerwespruch allerlei Anekdötchen rund um Königstädter Bürger. Politisch wurde es, als die Borsch das ewige Sparen der Stadt aufs Korn nahmen. Dem nach Königstädten gezogenen Oberbürgermeister wurde der Titel „Kinsteerer Zuzuchs Verräter“ verpasst und die Auswirkungen aller Einsparungen wurden folgendermaßen umschrieben: „So wird nooch un nooch jetzte alles gekappt, was des scheene Kinsteere an Scharm hot gehabbt.“ Den Anwesenden aus der Seele sprachen die kritischen Bemerkungen: „Denn des Geld is jo do, es wird nur verschwendet, fer Kreuzunge die gut sein un weil ihr ja jahrelang gepenntet. Weil ihr externe Firme lasst Friedhöf begaffe un die Leit lieber eijert als mol selber zu schaffe. Ihr krieht uns Kinsteerer net eraus aus dem Ort, eher jaache mer eich mit eiern Oaziesch dann fort.“

 

Weiter geht es mit der Kerb am heutigen Montag mit einem Frühschoppen im Kaisersaal und Livemusik der „Schlawiner“ ab 10 Uhr. Freunde der grünen Kerb können sich ab 11 Uhr im Bärestübbsche an Grillhaxen und Rippchen laben. Dort spielen die „Zwoa Spitzbuam“ auf.

 

Quelle: www.echo-online.de

Schabernack und Geblödel mit den „Geissens“

Kinsteerer Kerb – Mitternachtsshow der Kerweborsch kommt beim Publikum gut an

Von sura 21. Oktober 2013

Jede Menge Gaudi brachte die Mitternachtsshow den Kerweborsch und ihrem Publikum. Foto: Susanne Rapp
Jede Menge Gaudi brachte die Mitternachtsshow den Kerweborsch und ihrem Publikum. Foto: Susanne Rapp
Als letzter Ort im Kreis feierte Königstädten am Wochenende seine Kerb. Neuer Kerwevadder bei den Roten ist Niklas Schmidt.
 

 

Junge Tannen, geschmückt mitweißen und roten Bändern, zierten am Freitagmittag die Straßen von Königstädten. Mancherorts werden die Straßen bei der Kirchweih mit Birken geschmückt. Da jedoch die Kinsteerer Kerb recht spät im Jahr liegt und das Birkenlaub meist schon abgefallen ist, finden sich in Königstädten immergrüne Tannen an den Häuserfassaden.

 

Seine zwanzigste Kerb feiere er in diesem Jahr, erzählte Krone-Wirt Guido Hinderkircher dem warteten Publikum am Freitagabend, bevor er den Kerweborsch den Holzhammer für den Bieranstich übergab. Der Freitagabend mit Trinkwettbewerb und Party wird meist von jüngeren Kerbegästen besucht. Darunter auch viele befreundete Kerweborschgruppen, wie jene aus Groß-Gerau, Raunheim, Bauschheim und Trebur. Den Trinkwettbewerb in der Krone, bei dem 16 Teams mitmachten, gewann die Mannschaft der Feuerwehr.

 

 

Günstige Wetterbedingungen, zu denen am Freitagabend ein sternklarer und beim Baumaufstellen am Samstag ein tiefblauer Himmel gehörte, freute auch die Standbetreiber auf dem Bismarckplatz, die Süßes und Deftiges sowie attraktive Fahrgeschäfte anboten.

 

 

Trotz des hohen Alkoholkonsums blieb es ruhig auf dem Kerweplatz, sodass Polizei und Sicherheitspersonal keinen Einsatz hatten.

 

 

Da es am kommenden Morgen bereits gegen fünf Uhr zum Baumholen in den Wald ging, feierten die meisten der Kinsteerer Kerweborsch durch. Beate Trautwein, Mutter des Kerwevadders von 2012 Kai Trautwein, kümmerte sich bestens um die Jungs und brachte mit heißer Fleischwurst, belegten Broten und Kakao ein Kräfte stärkendes Frühstück in den Wald. Ex-Kerweborsch Rainer Hub lenkte den Traktor, mit dem der Baum geholt wurde.

 

Interessant war in diesem Jahr auch der Schmuck des Kerwebaums. Hingen in den Vorjahren dort nur Wurstimitate, so waren dieses Mal vier Würste echt. In früheren Zeiten waren es immer echte Dauerwürste, die den Wohlstand verdeutlichen sollten. Eine andere Erklärung lautet, die Würste seien für die Kerweborsch gedacht gewesen, die nach der Kerb kein Geld mehr in der Tasche haben und mit den Würsten als Verpflegung in der Zeit nach der Kerb über die Runden kommen.

Spannend wurde es am Samstagabend beim Kerwetanz. Denn da stand nicht nur der offizielle Einmarsch der Borsch auf dem Programm, die zum ersten Mal ihre roten Kappen tragen durften. Kai Trautwein gab auch den Namen des neuen Kerwevadders bekannt: Niklas Schmidt. Gesang und Tanz folgten dem Hochlebenlassen des neuen Königstädter Vadders. Unter den Gästen waren sehr viele Ex-Kerweborsch zu finden und ganze Familienclans, die der Kinsteerer Kerb zugetan sind.

 

Heiß ersehnt war am Samstagabend die Mitternachtsshow der Kerweborsch. Die Gäste riefen, applaudierten und sangen vor der Bühne, um die Roten herbeizuholen. Die ließen sich Zeit, hatten dann aber mit ihrer Show, die sich um „die Geissens“ drehte, viele Lacher auf ihrer Seite. Das Ehepaar Geissen, verkörpert von Benjamin Schmidt und Colin Wacker, erinnerte sich vergangener Geschehnisse und legte damit für allerlei Schabernack und Geblödel vor.

 

 

Auch die Kerwegemeinschaft des SV Alemannia feierte Kerb, vollzog die Zeremonie des Einmarschs und des Kerbausgrabens jedoch bereits am Freitagabend. Ex-Borsch unterstützten die auf drei aktuelle Borsch reduzierte Gemeinschaft tatkräftig. So übernahm Sebastian Niggetiet wortgewandt und frech die gesamte Moderation des Kerwebiathlons, bei dem Krüge gestemmt und ein Bierstiefel auf Zeit per Strohalm und sechsköpfiger Mannschaft geleert wurde. Das Team Kappes aus Nauheim holte sich den ersten Platz, gefolgt von den aktuellen Grünen.

 

 

Das Sektzelt wie auch das übrige „Bärestübbsche“ waren bestens besucht und die „Grüne Hölle“, das alkoholische Spezialgemisch der Borsch, fand reißenden Absatz. Auch Partybombe Daniela Castillo brachte als gut gelaunte Alleinunterhalterin jede Menge Stimmung in den grünen Saal.

 

Quelle: www.echo-online.de

Gute Stimmung und viele Besucher

22.10.2013 - RÜSSELSHEIM

Von Julia Bork

 


KERB Frühschoppen-Veranstaltungen bei „Roten“ und „Grünen“ / Nächstes Wochenende musikalisch dominiert

 


Das Publikum jubelte den 22 aktiven Kerweborsch der „Kinsteerer Kerb“ zu, als diese gestern zum Frühschoppen in den Kaisersaal bei der Gaststätte „Zur Krone“ mit lautem Gesang eintraten und mit Klatschen begrüßt wurden. Die Stimmung war ausgelassen und der Saal gut gefüllt, an die 200 Zuschauer begutachteten die feiernde Meute beim Einzug. Danach bekamen alle noch eine Runde Bier vom Wirt der Kneipe ausgegeben. Außerdem wurde der Kerwevadder-Spruch als gegenläufiger Sprechgesang zelebriert.

 

Die Tradition der Kerb, die es an die 570 Jahre gebe, aufrechtzuerhalten ist die Motivation von Niklas Schmidt, dem Kerwevadder 2013. Seit sechs Jahren sei er dabei und auch schon sein Vater und Großvater seien bereits bei den Kerweborsch engagiert gewesen. Tradition ist es auch, dass die „Roten“ auch dem Stammlokal der „Grünen“ bei der Alemannia einen Besuch abstatten. „Jedes Jahr laufen wir danach zur Gaststätte ‚Bärenstübbsche‘, wo wir ein weiteres Mal einmarschieren und unsere Kerweborsch-Qualitäten unter Beweis stellen“, betonte Kerweborsch Marius Krey. Gaststättenpächter Heinrich Dietrich lobte, dass die Jungs jedes Jahr ein tadelloses Bild von sich geben würden und dass sie das etwa 200-köpfige-Publikum erneut begeistern würden. Die Band „Zwoa Spitzbuam“ unterhielt unterdessen das Publikum musikalisch, während die Kerweborsch für den spaßigen Auftritt zuständig waren. Der Saal war gut gefüllt, das Publikum breit durchmischt und das Traditionsessen Haxe sei sehr willkommen.

 

Die guten Verbindungen würden dazu führen, dass die grünen und die roten Kerweborsch jedes Jahr gemeinsam feiern würden und danach noch im Turnerheim Königstädten den Abend ausklingen ließen. Derjenige, der sich blamiere, bekäme die schwarze Kappe, die auch als „Watz-Kappe“ bezeichnet wird. Die 16- bis 25-Jährigen dürften diesen den ganzen Tag lang befehlen, was zu tun sei, egal ob es schöne oder unschöne Aufgaben seien.

 

Die Kerb 2013 wird am nächsten Wochenende mit der Nachkerb beschlossen, die musikalisch dominiert wird. Freitags spielt „Bryan 69“ ab 21 Uhr im „Bärenstübbsche“. Samstags ab 20 Uhr veranstalten die „Roten“ im Kaisersaal erstmals einen Rockabend mit „Daddy Longlegs“ statt eines Gala-Abends, um jüngeres Publikum anzulocken.

 

Quelle: www.main-spitze.de

Der Einmarsch der „Roten“ Kerweborsch eröffnet den Nachkerwetanzabend im Kaisersaal. Foto: Vollformat/Detlef Volk
Der Einmarsch der „Roten“ Kerweborsch eröffnet den Nachkerwetanzabend im Kaisersaal. Foto: Vollformat/Detlef Volk

Nachkerb in Königstädten

28.10.2013 - RÜSSELSHEIM

Von Detlef Volk

 

Das erste Lied des Abends bei der Nachkerb im Kaisersaal gehörte den Roten. Drei Schläge mit der Fahnenstange auf den Boden kündigte den Einmarsch der 22 Kerweborsch an. Nach dem Singen des Kerweliedes sorgte die Band „Daddy Longlegs“ für Stimmung.

 

Die meisten Fahrgeschäfte auf dem Bismarckplatz hatten am Samstagabend bereits die Planen heruntergelassen. Viele Kinder fürs Karussell waren auf den Gassen nicht mehr zu finden, lediglich am Schießstand waren noch ein paar Kerwebesucher anzutreffen. Auch Verpflegungs- und Süßigkeitenstand erfreuten sich an der Nachkerb noch eines gewissen Zuspruchs.

 

Die Kerweborsch nutzten den milden Herbstabend, um im Freien noch einmal durchzuatmen. Denn gleich waren sie wieder gefragt, mussten den Nachkerwe-Rockabend im Kaisersaal eröffnen.

 

Viel zu tun

 

Der Anziehungspunkt an diesem Abend war eindeutig die kleine Bühne des Kaisersaals. Zum Konzert mit den „Daddy Longlegs“ waren nicht nur die Freunde der Nachkerb gekommen. Die Band zog auch zahlreiche Fans nach Königstädten.

 

Nach dem Einmarsch und dem Kerwelied hatten die mit roten Kappen und Schärpen ausstaffierten Kerweborsch erst einmal ihre Pflicht getan und überließen der Band das weitere Geschehen. Die Kerweborsch um Kerwevadder Niklas Schmidt hatten im Verlauf des Abends noch genug zu tun.

 

Am Vormittag sammelten die Kerweborsch in Gruppen im Ort die Preise für die Tombola, die später am Abend verlost wurde. Larissa Schmidt, Franziska Feldmann und Manuela Meereis hatten zuvor die Preise sortiert und mit Nummern versehen. „Wir wissen gar nicht, was alles verlost wird“, gestand der Kerwevadder.

 

Außerdem stand zu vorgerückter Stunde die Versteigerung des Kerwewatzes an. Der muss für den glücklichen Gewinner eine Aufgabe erledigen. Das kann vom Autoputzen bis zum Ausmisten eines Pferdestalls reichen, erzählt der Kerwevadder. Ab 2 Uhr werden die Besucher noch zum „Kerwecafé“ eingeladen, der bis in die frühen Morgenstunden dauert.

 

Niklas Schmidt zieht an der Nachkerb eine allgemein zufriedene Bilanz der Veranstaltungen. Vom Auftakt beim Kerwetanz über einen sehr gut besuchten Umzug habe alles einwandfrei geklappt. „Das war ein Fest für Jung und Alt“, freut er sich. Schlägereien oder andere unliebsame Begleiterscheinungen habe es nicht gegeben. „Das ist auch gut so“, sagt Schmidt.

 

Der friedliche Verlauf und die gute Stimmung bei den Veranstaltungen sorgen seit einigen Jahren auch wieder für einen verstärkten Zulauf zu den Kerweborsch. Als er vor fünf Jahren dazu kam, seien es gerade zwölf Kerweborsch gewesen, erinnert sich Niklas Schmidt. Inzwischen kämen jedes Jahr zwei, drei neue dazu. Da mache es auch nichts aus, wenn im nächsten Jahr einige der langjährigen Mitstreiter zu den Altkerweborsch wechselten.

 

KURZ & KNAPP

 


Bei den „Kinsteerer Kerweborsch“ kann man im Alter von 16 bis 27 Jahren mitmachen.

Die Kerb wird seit über 570 Jahren in Königstädten gefeiert und erlebt seit einigen Jahren einen Aufschwung.

Das Domizil der „Roten“ ist der Kaisersaal mitten im Ort.

 

Quelle: www.main-spitze.de

Nachkerb im Kaisersaal ein voller Erfolg

Königstädten – Rote Kerweborsch sprechen mit rockigem Konzept alle Generationen an

Das neue Konzept der Königstädter Nachkerb im Kaisersaal, das alle Generationen anspricht, wurde sehr gut angenommen.  Foto: Susanne Rapp
Das neue Konzept der Königstädter Nachkerb im Kaisersaal, das alle Generationen anspricht, wurde sehr gut angenommen.  Foto: Susanne Rapp
Besser hätten sich die Kinsteerer Kerweborsch ihre Nachkerb nicht wünschen können. Das neue Angebot eines „Rock im Saal“ statt Gala wurde sehr gut angenommen. Auch der Kerweskat, die Tombola und der Nachkerwefrühschoppen fanden positive Resonanz.
 

Die Veranstaltung Rock den Saal am Samstag zur Königstädter Nachkerb war gut besucht wie nie. Denn zusätzlich zum alteingesessenen Publikum kamen viele junge Leute, sodass sich im schummerig beleuchteten Kaisersaal unterschiedlichste Generationen trafen. In den Vorjahren hatte es samstags zur Nachkerb eine Gala gegeben, die zuletzt unter Publikumsschwund litt. Ein neues Konzept wurde erarbeitet und mit den Lokalmatadoren „Daddy Longlegs“ auch die passende Band gefunden, die zusätzlich Fans angezogen haben mag. Eine junge Frau kam mit ihren Eltern, das Trio lieferte ein Beispiel dafür, dass die Nachkerb generationenübergreifend gefeiert wird. Philipp Hummel, Pressesprecher der Kerweborsch, wollte sogar mehr Gäste gezählt haben als am Freitag vor einer Woche beim Bieranstich, der Veranstaltung mit üblicherweise den meisten Besuchern.

 

Während im Kaisersaal und vor der Cocktailbar im Hof die Stehplätze langsam knapp wurden, hatten auf dem Kerweplatz der Imbiss- und Getränkestand noch geöffnet. Auch für die Marktbeschicker war die Kerb ein voller Erfolg dank gutem Wetter. Beim Kerweskat am Freitag im Sängerheim traten 26 Spieler gegeneinander an und spielten in zwei Runden bis 22 Uhr. Zwischendurch gab es belegte Brötchen, vorbereitet von Frauen des Gesangvereins Frohsinn. Den Sieg holte sich Helmut Götten, gefolgt von Margit Funke und Andrea Wahl, die sich über Geldpreise freuten.

 

Für die 22 Borsch begann der Samstag bereits um 9.30 Uhr, denn in drei Gruppen ging es bis 17 Uhr durch Königstädten, um für die Tombola zu sammeln und von Königstädter Bürgern verpflegt zu werden. Durstig blieb laut Aussage einiger Borsch jedenfalls niemand. 600 Preise, darunter Wein, Herbstveilchen, Blumenvasen und vieles mehr spendeten die Königstädter. Hauptpreis war ein Erlebnisgutschein für Jochen Schweizer.

Bei der Kerwegemeinschaft der Alemannia war die Kerb bereits am Freitag mit einem Auftritt der Band „Bryan 69“ beendet. Die Stimmung unter den 65 Besuchern sei bestens gewesen, berichtete Grete Bittmann, Wirtin des Bärenstübbsche, die am Samstag zum Feiern in den Kaisersaal gekommen war.

Einer alten Tradition gemäß küssten, nachdem Daddy Longlegs ihren Auftritt beendet hatten, die Kerweborsch ihre Fahne und drückten damit der Kerb ihre Loyalität aus. Wer bei der kommenden Kerb als Fuchs mitmachen will, tat es den Roten gleich und küsste die Fahne. Beim Nachkerwefrühschoppen bei der Feuerwehr klang am Sonntag die Kerb gemütlich aus. Spiele für Klein und Groß, wie Schlauchkegeln und Nägelklopfen wurden angeboten.

 

Quelle: www.echo-online.de

Kinsteerer Kerb 2017


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Bis zur Kerb vom 21.-29.10.2017